Franz-Jürgens-Berufskolleg

Workshop Leanmanagement - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Workshop Leanmanagement

Die Rahmenbedingungen, in denen Unternehmen heute agieren müssen, verändern sich radikal. Dies erfordert sowohl in großen als auch in kleinen Organisationen oftmals einen grundlegenden Kulturwandel. Neue Formen der Zusammenarbeit, schlanke Managementprozesse sowie motivierende Führung sind unerlässlich, um starre Prozessabläufe zu flexibilisieren, unnötige Hierarchien sowie Silodenken zu überwinden und effiziente agile Arbeitsformen zu etablieren.

Tobias Bischkowski, Leiter eines Teilprojektes für End-to-End-Prozesse bei der innogy SE, die genauso einen Wandel vollzieht, gab am 24. Januar 2018 Technikerinnen und Technikern des Aufbaubildungsgangs Betriebswirtschaft(TWT11) mit zahlreichen Beispielen tiefe Einblicke in die Praxis. In seinem Vortrag führte er die Teilnehmer von aktuellen Trends und beobachtbaren Veränderungen durch die Digitalisierung & Co. über die Prinzipien des Lean Managements hin zu Methoden der strukturierten Problemlösung. „Lean und die Umsetzung agiler Methoden werden zum Wettbewerbsfaktor“ zeigte Herr Bischkowski auf. Seinen Ausführungen zur Folge bedeutet Lean Management, für Kunden größtmögliche Werte zu schaffen, indem Verschwendung vermieden, alle notwendigen Aktivitäten optimal aufeinander abgestimmt und die Fähigkeiten der Mitarbeiter bestmöglich genutzt werden. In lockerer Atmosphäre gab Herr Bischkowski den Studierenden immer wieder die Gelegenheit, Fragen zu stellen und so die Brücke zu Abläufen in den eigenen Betrieben zu schlagen. Ihm ging es u. a. auch darum, unter den Teilnehmern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, das auftauchende Probleme im Tagesgeschäft nichts Schlimmes sein müssen. Es ginge vielmehr darum, die Ursachen für Abweichungen von einem gewünschten Zustand zu erkennen und dies als Grundlage für eine nachhaltige Lösung zu verstehen.

Zum Abschluss gelang es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine auf den ersten Blick kaum zu bewältigende Aufgabe zu lösen. In einer Übung zum sog. PDCA-Kreislauf schafften es fünf freiwillige Teilnehmer durch kontinuierliches Verbessern ihrer Zusammenarbeit ein willkürlich gemischtes Kartenspiel bestehend aus rund 100 Karten in fünf Stapel mit exakt gleicher Augenzahl zu sortieren. Soweit nichts Ungewöhnliches. In ihrem besten Versuch benötigten die Studierenden aus der Klasse von Herrn Christoph Menke dafür allerdings lediglich 32 Sekunden. Eine ausgezeichnete Leistung. Nicht nur diese Abschlussleistung blieb Herrn Bischkowski in guter Erinnerung, sondern auch die hohe Aufmerksamkeit und das hohe Energie-Level zu doch recht später Stunde. Nachdem der Vortrag offiziell um 21 Uhr beendet war, halfen die Teilnehmer gemeinsam beim Abbau und nutzten die Gelegenheit bis halb zehn Fragen zu stellen.