Franz-Jürgens-Berufskolleg

Teambildung der Gießereimechaniker in Kroatien - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Teambildung der Gießereimechaniker in Kroatien

Freitag, 23:30 Uhr: Auf halber Strecke unseres Rückweges überschreiten wir die deutsche Grenze, und dankend wird alles angenommen, was einem das Gefühl von Heimat gibt: in diesem Fall das Essen von dem international bekannten Restaurant mit dem großen M an der Raststätte, den unser Reisebus ansteuert.

Der Speiseplan der vergangenen Woche bestand vorrangig aus Cevapcici und Fisch, Pizza und Meeresfrüchten. Einige nutzen sogar die Möglichkeit - bei der angedachten Selbstversorgung - die Klassenkameraden mit ihren Kochkünsten zu überzeugen.

Das traf für dem Bildungsgang der Gießereimechaniker/Technische Modellbauer zu, die auf Fahrt gingen, um Teamgeist und Einsatzbereitschaft zu stärken. Für eine Woche waren Mobilehomes in der Ferienanlage Bi-Village unser Zuhause, die sich jeweils vier Personen auf engstem Raum teilten. Die Ferienanlage liegt in der kroatischen Gespannschaft Istrien, eine Halbinsel im Norden der Adria, direkt am Strand.

Drei feste Programmpunkte bildeten das pädagogische Rückgrat der Reise.
Eine Stadtführung durch das nahe gelegene Pula informierte uns über kulturelle Einflüsse im Allgemeinen und über das Leben der Gladiatoren in der Römerzeit im Besonderen.
Eine Kajaktour zum Südzipfel Istriens lotete die körperliche Leistungsgrenzen Einzelner aus. Unter dem Motto "Wir sitzen im selben Boot" musste das Vorwärtskommen auf dem ungewohnten Gefährt partnerweise gelöst werden. Dabei wurden durchaus kreative Wege gefunden, um es sich möglichst gemütlich zu machen.
Ein weiterer geplanter Höhepunkt war eine Mountainbike-Tour entlang der südlichen Küste. Belohnt wurden die Pedalisten mit tollen Trails und mit spektakulären Aussichten sowie der Besichtigung echter Dinosaurierspuren. Entlang der Küste mussten auch einige Höhenmeter bewältigt werden und den Gesichtern einiger Teilnehmer nach befanden sie sich aber gerade an den steilsten Anstiegen einer heftigen Bergetappe.

Auch wurden einige Angebote der Ferienanlage genutzt, so zogen regelmäßig Grüppchen zum Pool oder Strand, und die sportlich Motivierteren kehrten immer wieder zum Beachvolleyballplatz zurück, wo mit wachsender Begeisterung sowie mit besserem Spielvermögen immer härter umkämpfte Spiele ausgefochten wurden. Anschließend wurde schon ausgehandelt, sich in der Heimat zu weiteren Revanche-Spielen zu treffen.

Die freien Abende nutzen die Schüler, um weitere Klassen aus dem Wendland und aus Sachsen kennenzulernen. Hier traten unsere Schüler sozusagen als Migrations-Beauftragte auf. Scheinbar haben jene Klassen etwa so viele Schüler mit Migrationshintergrund auf Ihrer ganzen Schule wie wir in einer Klasse, so dass sie neue -natürlich positive - Erfahrungen sammeln konnten (O-Ton eines 10-Klässlers aus dem Wendland: "Bei Ihnen hat die Integration ja toll geklappt!").

Zusammen gefasst lässt sich sagen, dass sportliche Herausforderungen gemeistert wurden und die kleine Gießer-Gemeinschaft unserer Schule ein Stück zusammengewachsen ist.

Freitag, 24:00 Uhr: das Restaurant mit dem M hat uns gesättigt, und der Bus setzt sich für die letzten Kilometer wieder in Bewegung. Nach Düsseldorf. Nach Hause.