Franz-Jürgens-Berufskolleg

Bildungsreise der Technischen Systemplaner nach Berlin - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Bildungsreise der Technischen Systemplaner nach Berlin

Am frühen Montagmorgen ging die Reise endlich los. Es war der 14. Mai 2018 und unsere Bildungsfahrt der Klasse HS11 in Begleitung unserer Lehrer Herrn Saborni und Frau Bastians-Scherer nach Berlin stand endlich an.

Treffpunkt und Start war der Düsseldorfer Hauptbahnhof. Als alle endlich ihren Sitzplatz im ICE eingenommen hatten, war die erste Hürde schon geschafft. Knapp fünf Stunden später erreichten wir schließlich die Hauptstadt.
 
Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, ging es los zum ersten Orientierungsspaziergang mit dem Ziel der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz gegenüber des KaDeWes.
Den Rückweg liefen wir über den berühmten Kurfürstendamm und fanden uns alle gemeinsam gegen Abend zum Essen in einem nahegelegenem Lokal wieder.
Nach der ersten Nacht in Berlin stand der Besuch im Deutschen Technikmuseum inklusive einer Führung durch die Hauptgebäude der Stiftung an. Im Verlauf der umfangreichen Führung konnten die Schülerinnen und Schüler und Lehrer einzigartige Meilensteine der Technik erleben, wie das erste programmierbare Rechenwerk, Konrad Zuses Z1 Computer. Auf der Tour durch die Gebäude und Ausstellungen sah man die Geschichte und Entwicklung der Transportmittel, angefangen mit dem Schienenverkehr über die Schiffsfahrt und Nautik bis hin zur Luft- und Raumfahrt.
Im Anschluss daran hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit das Museum nach eigenem Interesse zu erkunden.

Der nächste Termin der Klasse stand erst am Abend an, also hatte man die Möglichkeit sich einen Nachmittag in Berlin ganz nach Vorlieben zu gestalten, bis sich alle wieder vor dem Paul-Löbe-Haus im Berliner Regierungsviertel zusammenfanden.
Der Anlass hierfür war eine Einladung des Deutschen Bundestags zum Abendessen und Meeting mit der Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel aus dem Wahlkreis Düsseldorf. Bei dem Treffen konnte die Klasse einen umfangreichen Einblick in die Arbeit und Tagesgeschäfte der Abgeordneten gewinnen und Fragen zur aktuellen Politik stellen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für das aufschlussreiche Treffen.
 
Danach ging es direkt weiter ins Nachbargebäude, das Reichstagsgebäude von Berlin, um den Tagungsort des Bundestages zu besuchen. Zusammen mit einigen anderen Klassen aus ganz Deutschland wurden uns die Abläufe und Strukturen des Bundestages aufgezeigt, während man von den Zuschauertribünen aus den Saal der Institution besichtigte. Zum Abschluss des Tages ergatterten die Schülerinnen und Schüler von der gläsernen Kuppel des Reichstagsgebäudes aus einen Blick auf die Skyline von Berlin bei Nacht.
 
Der zweite Morgen in Berlin sollte dieses Mal etwas sportlicher werden, denn die im Vorfeld von einigen Schülerinnen und Schülern gefürchtete Fahrradtour durch unsere Hauptstadt sollte anstehen. Dabei stellte sich vor Ort, als wir die Fahrräder abgeholt hatten, schnell heraus, dass nicht das Fahrradfahren an sich, sondern eher das Tragen des Helmes vielen ein Dorn im Auge war. Doch gerade in solch einer lebendigen, vielbefahrenen Stadt steht die Sicherheit an erster Stelle.
Geplant wurde die ca. 15 km lange Route durch das politisch-historische Zentrum Berlins von unserer Wirtschafts- und Politiklehrerin Fr. Bastians-Scherer, welche darauf geachtet hat, dass an den wichtigsten historischen Stationen ein Halt eingelegt wurde. Vor jeder Station wurden von Kleingruppen Vorträge gehalten, die vor der Bildungsfahrt schon vorbereitet wurden. Die Route erstreckte sich angefangen vom Checkpoint Charlie über das Brandenburger Tor und der Siegessäule bis hin zum Bundeskanzleramt. Zwischenstationen wie das Holocaust-Mahnmal oder die Berliner Mauer Gedenkstätte erinnerten an die tragische Vergangenheit Berlins.
Nach guten sechseinhalb Stunden Erkundungsfahrt gaben wir die Fahrräder mit der Erkenntnis zurück, dass die im Vorfeld gefürchtete Fahrradtour sich als spaßig und unterhaltsam erwies. Auch die anfänglichen Beschwerden über das Tragen der Fahrradhelme, wie „Ich bin doch keine 6 Jahre alt mehr“ oder „Ich ziehe keinen Helm an, sonst ist meine Frisur im Eimer“ erstickten doch unmittelbar nach Beginn der Fahrt. Wir sind uns als Klasse auf jeden Fall einig: Wir machen so eine Fahrradtour gerne noch einmal mit.

Im Anschluss begaben wir uns geschlossen zu der Museumsinsel, einem der wichtigsten Museumskomplexe der Welt, und ließen dort den Tag ausklingen.
Und dann war es schon Donnerstag, der Tag, an dem unsere Bildungsfahrt enden sollte. Nach einem stärkenden Frühstück zogen wir noch einmal los und besuchten das Schloss Charlottenburg, im Anschluss spazierten wir durch den Schlossgarten. Wieder am Hotel angekommen, hieß es dann die Koffer zu schnappen und die gemeinsame Heimreise anzutreten.
 
Im Namen der ganzen Klasse kann gesagt werden, dass die Klassenfahrt ein voller Erfolg war.

Auch wenn sich eine Bildungsreise vielleicht nicht so spaßig anhören mag, hatten wir auch bei einem vollgepackten Tagesablauf genug Zeit unsere Freizeit selber zu gestalten. Sei es abends in eine Kneipe/Lokalität zu gehen oder tagsüber sich auf eine kleine Shoppingtour zu begeben, oder aber natürlich Berlin weiter zu erkunden und kennenzulernen. Die auf unserer Route abgeklapperten Sightseeing Stationen haben uns die Geschichte Deutschlands und besonders die von Berlin gut nahegebracht.
Ein großes Lob geht auch in besonderer Form an die Lehrerinnen und Lehrer, die uns nicht nur auf der Fahrt begleitet haben, sondern auch schon vorher die Bildungsfahrt bis ins letzte Detail geplant und organisiert haben.
 
 
 
Priy Sivanantham, Philip Storz, Jan Plück, Gereon Franck und Janis Herhold für die HS11