Franz-Jürgens-Berufskolleg

Die Klassenfahrt der MIB21, MIB22 und MI21 nach Stuttgart - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Die Klassenfahrt der MIB21, MIB22 und MI21 nach Stuttgart

Es kommt nicht oft vor, dass Klassen, die im Blockunterricht sind, eine Klassenfahrt machen können. Für diese tolle Möglichkeit möchten sich die Klassen MIB21 und MIB22, ebenso wie die Teilzeitklasse MI21, bei den Lehrkräften Frau Bischkowski, Frau Betz, Herrn Poehlein und Herrn Dr. Wilkes bedanken, dass sie uns das ermöglicht haben. Ebenso bedanken wir uns bei den Klassensprechern, die alles mitgeplant und organisiert haben.

Die Fahrt begann am Sonntag morgen den 09.07.2018 und ging vier Tage lang. Nachdem wir am Nachmittag in Stuttgart ankamen, konnte der Großteil von uns schon die Zimmer beziehen, bevor es kurz danach mit der Stattführung schon weiterging. Da wir in der Nähe des Bahnhofes unsere Quartiere hatten, war Europas größte Baustelle das erste Thema: Stuttgart 21, welches 2010 begann und bis heute über 8,2 Mrd. € verschlungen hatte. Danach sahen wir die Staatsgalerie und die Landesbibliothek, welche über 6 Millionen Bücher beherbergt. Ebenso kamen wir auch an den berühmten zoologischen Garten, der Wilhelma, vorbei.

Über die Stadt allgemein erfuhren wir, dass das Bohnenviertel die Altstadt ist. Diesen Namen bekam die Altstadt, da früher dort die ganzen Weinbauern gelebt hatten. Stuttgart ist schon seit dem Mittelalter für den Weinbau bekannt. Mit 420 Hektar gehört diese Stadt heutzutage zu den vier größten Weinbaugemeinde Deutschlands. Von dieser großen Fläche durften wir uns selbst überzeugen. Auf einem Aussichtsplatz, auf dem wir waren, konnte man gut sehen, dass Stuttgart in einen Talkessel gebaut wurde. Die Landeshauptstadt besteht zu ¼ aus Wald und es dürfen nur 25% des Hangs bebaut werden, da es in heißen Sommern ansonsten zu Sauerstoffproblem kommt, weil sich die stickige Luft in diesem Kessel sammelt. Dass es so grün in Stuttgart ist, fiel uns gleich bei der Ankunft auf, was alle sehr cool fanden. Der abwechslungsreiche Baustil von alten und modernen Gebäuden gefiel vielen ebenso gut. Uns wurde bei der Stadtbesichtigung gesagt, dass Stuttgart mit drei Quellen, die gemeinsam insgesamt 22 Millionen Liter Wasser pro Tag fördern, zu dem 2. größten Mineralwasservorkommen in Europa gehört. Dies erklärt auch die über 250 abwechslungsreichen Brunnen, welche in der gesamten Stadt verteilt sind. Was auch noch sehr interessant war, ist der Fakt, dass der erste Fernsehturm der Welt in Stuttgart errichtet wurde.

Nach dieser überwältigenden Tour hatten wir Freizeit. Viele gingen in nahegelegene Cafés oder Restaurants, um zur Ruhe zu kommen. Am Montag wurden die Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe hat sich gegen 6:20 Uhr zum Frühstück getroffen, um gestärkt zum Mercedes-Benz Werk in Raststatt zu fahren. Die Werksberichtigung begann in der 1. Gruppe im Kundencenter. Nach kurzem Warten wurden wir abgeholt, um ein Einführungsvideo zum Werk zu sehen. Bei der Führung erfuhren wir, dass dieses Werk eins der modernsten Werke von diesem Autoriesen ist. Ebenso, dass die A-, B- und GLA-Klassen hier hergestellt werden. Das Werk ist 147 Hektar groß, was 200 Fußballfeldern entspricht. Wir konnten die Montage von der A- und GLA-Klassen besichtigen. Die Halle der Montage dieser Klassen hat eine Größe von 100.000m² und bei der Höchstproduktion schaffen alle zusammen 1.200 Autos pro Tag. Nachdem die Führung zu Ende war, hielten wir uns noch etwas im Kundencenter auf.

Danach fuhren wir nicht zur Herberge zurück, sondern zum Fußballstadion: der Mercedes-Arena, um eine Besichtigung des VfB Stadium zu machen. Da es noch etwas dauerte, bis wir dran waren, konnten wir uns alle noch etwas in der Nähe zu essen holen. Als wir endlich dran waren, ging es zuerst in die Umkleidekabine des dortigen Fußballvereins, um danach zu den Sitzplätzen zu gelangen. Danach war der Anbau dran, welcher eine Basketballarena enthält. Auf dem Dach von diesem Anbau ist noch eine Terrasse, wo man einen guten Überblick über das Trainingsgelände hat. Bei dem darauffolgenden Pressekonferenzraum hatten wir auch unsern Spaß, da einige sich von uns als die Pressesprecher ausgaben.

In unserer darauffolgenden Freizeit mussten wir erst einmal zurück zum Hostel kommen. Die einen gingen zurück, die anderen benutzen die SSB (dieses sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Stuttgart). Da es Montag war, hatte auch das Einkaufszentrum Mileano auf, welches über 200 Geschäfte beherbergt und nur ein Katzensprung von unserem Quartier entfernt war. So gingen viele von der ersten Gruppe dahin, um zu shoppen. Aber auch das nahegelegene Kino wurde von einigen besucht.

Die zweite Gruppe hatte ihr Frühstück am selben Tag erst um 8:00. Zu Fuß gingen dann alle wohlgenährt durch den Rosengarten bei schönstem Wetter zu der Mercedes-Benz Arena, um die Führung zu machen. Nach der gleichen Führung, die die erste Gruppe hatte, ging es sofort weiter zu der Werksführung in dem Mercedes-Benz Produktionswerk. Nach dem Einführungsvideo ging es, wie bei der ersten Gruppe, zu der Montage. Wir konnten aber noch im Anschluss in dem Rohbau der Karosserie, was der ersten Gruppe leider verwehrt blieb. Die Anzahl und Größe der Roboter, welche in dem Rohbau verwendet wurden, sowie dass alles automatisiert ist, beeindruckte uns alle sehr. Danach ging es sofort weiter und wir kamen nicht in das Kundencenter, in dem die erste Gruppe war.

Nach der Rückfahrt wurden alle im Schlossgarten rausgelassen, um noch etwas die Stadt zu erkunden oder direkt zu unserem Hostel zurück zu gelangen. Einige wenige von der gesamten Gruppe haben Verwandtschaft und Freunde in Stuttgart und konnten sie in dem Zeitraum, indem wir da waren, treffen. Am darauffolgenden Tag war um 8:00 Uhr für alle Frühstück, denn um 10:00 wollten wir alle in das Porsche Museum gehen. Dort konnte, wer wollte, jeder sich einen kostenlosen Audio-Guide nehmen um noch mehr Informationen zu den sehr informativen Steckbriefen und Geschichten von Porsche zu erhalten. Bei unserem Besuch waren ca. 70-80 Autos ausgestellt. Was wir besonders toll fanden, waren die sehr seltenen Oldtimer, die neusten Autos, die Rennwagen und die „Porsche in the Mix“, sowie die „Touch Wall“ Ausstellung.

Des Weiteren fuhren wir alle gemeinsam noch zu der Staatsgalerie, wo wir Vorort die Aufgabe bekamen, dass jeder sich ein Ausstellungsstück heraussuchen und aufschreiben sollte, warum sie dieses Kunstwerk so faszinierend finden. Auch wenn es über 1000 Exponate auf über 12.000m² waren, so hat jeder doch eins gefunden, welches für ihn besonders ist.

Danach hatten wir alle wieder Freizeit, bis wir uns alle um 18:45 Uhr an Sophies Brauhaus trafen. Das Ambiente dieses rustikalen Bauhauses kommt aus den frühen 80. Jahren. Die Speisekarte beinhaltete traditionelles deutsches Essen. Da an diesem Abend das Viertelfinale von Frankreich gegen Belgien stattfand, durfte der große Flachbildschirm auch nicht fehlen. Mit einem ca. 100 Zoll Fernseher und gutem Essen konnten wir den Abend ausklingen lassen. Am Mittwoch haben wir dann alle gemeinsam um 7:30 Uhr gefrühstückt, um rechtzeitig los zu kommen. Wir kamen kurz vor 15:00 Uhr gut behütet wieder am Franz Jürgens Berufskolleg an.

Persönliches Fazit:
Ich finde es immer wieder spannend andere Städte zu bereisen. Auf der Klassenfahrt habe ich viel Neues gelernt und ich würde solch eine schöne Fahrt gerne wiederholen.