Franz-Jürgens-Berufskolleg

Technische Systemplaner erkunden Berlin - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Technische Systemplaner erkunden Berlin

Als wir am Düsseldorfer Hbf eintrafen war der IC bereit zur Abfahrt und wir und unser Gepäck fanden zügig unsere Plätze. Ab dem Oberhausener Bahnhof war dann auch die ganze Truppe beisammen und der IC begann die Reise nach Berlin.

Schlafend, rätselnd, Karten spielend und elektronische Unterhaltungsmedien nutzend verging die Anfahrt wie im Flug und wir fanden uns in einem vielstöckigen Berliner Hbf wieder. Von dort war es nur noch ein kurzes Stück mit der S-Bahn zum Art-Hotel, welches für die nächsten Tage unsere Unterkunft werden sollte. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen, unser Gepäck verstaut und etwas gegessen hatten, sammelten wir uns auch schon wieder um unser erstes Ziel anzusteuern.

Das Spionage Museum stellte uns vor eine ganz besondere Herausforderung. Mit einem zunächst so einfach wirkenden Quiz zeigte es uns eindrucksvoll, wie gut man Informationen in einem Meer von Informationen verstecken kann. Die Suche war so einnehmend, dass leicht zu übersehen war, wieviel Wissen über versteckte oder codierte Botschaften, Geheimschriften, Wanzen und Abhörgeräte uns vermittelt wurde. Am Ende war keine Gruppe in der Lage alle Antworten zu finden und das Lösungswort zu entschlüsseln. Es gibt also noch was zu entdecken. Zermürbt von den Rätseln teilten wir uns zügig in kleine Gruppen um auf eigene Faust die Stadt zu erkunden.

Am nächsten Tag waren wir nun an der Reihe uns gegenseitig etwas über Berlin zu erzählen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf zum Fahradverleih. Dort wurden wir mit Rädern und Helmen versorgt, sodass wir sicher all die Sehenswürdigkeiten Berlins ansteuern konnten. An jeder Station erzählte eine Gruppe, was diese so sehenswert machte und welche Geschichten hinter diesen außergewöhnlichen Bauwerken und Statuen steckte. Neben den erdrückenden Mahnmalen, welche die Kriege Berlin vermachten, erfuhren wir auch von großen Persönlichkeiten und politischen Symbolen. Natürlich hinterließ auch das Berlin der Gegenwart den ein oder anderen Eindruck.

Der letzte Tag hatte nochmal einiges an Aktivitäten auf dem Plan stehen. Die erste Station war das Technik Museum. Auch hier gab es wieder viel zu entdecken. Es erwartete uns eine bunte Mischung aus Werkzeugen der Handwerkskunst, angefangen mit der groben Stahlindustrie bis hin zur feinsten Schmuckschmiede Kunst, aus der Geschichte der menschlichen Mobilität, egal ob zu Wasser, zu Land oder in der Luft und der Geschichte der Digitalisierung. Nach einer spannenden Führung ging es gegen Mittag weiter zu unserem nächsten Ziel.

Dort angekommen lag erstmal, neben diesem besonderen Gebäude, ein gründlicher Sicherheitscheck vor uns. Die Aufnahme der Personalien wurde fällig, die Taschen wurden gefilzt und der Gang durch den Metalldetektor durfte nicht fehlen. All dies überstanden wurden wir schlussendlich in den Bundestag geschleust. Nach einem spannenden Vortag über den Deutschen Bundestag, seine Geschichte und der Geschichte Deutschlands wurde es politisch.

Das Gespräch mit einem Vertreter von Andreas Rimkus von der SPD. Er stellte uns den Alltag eines Bundestagsabgeordneten vor und wir löcherten ihn mit allen Fragen die uns einfielen. Welche Werte vertritt die SPD? Wie geht es nun nach den Europawahlen weiter? Wie möchte die SPD die Energiewende vollführen? All dies und noch vieles mehr wurde uns geduldig beantwortet bis wir schlussendlich den angedachten Zeitrahmen für dieses Gespräch um gut 30 Minuten überzogen hatten. Die letzte Station im Bundestag war der Gang aufs Dach. Mit einem wunderbaren Panorama quer über Berlin verließen wir nun den Bundestag.

Damit war der Tag aber noch nicht um. Ein letztes Mal sammelten wir uns und sollten den Abend bei einem gemütlichen Essen in der „Berliner Republik“ ausklingen lassen.

Leicht angeschlagen von dem Erlebten der letzten Tage ging es somit auch leider wieder auf die Heimreise. Wir ließen unser Hotel hinter uns und begaben uns verschlafen in Richtung des Berliner Hauptbahnhofs und stiegen dort in den ICE ein, welcher uns gemütlich zurück in die Heimat bringen sollte. Während der Fahrt unterhielten wir uns noch über das Erlebte, spielten abermals Karten oder hörten einfach Musik.

Fazit:

Alles in allem war es eine erfolgreiche Klassenfahrt. Wir hatten viel Spaß und auch Gelegenheit uns untereinander besser kennenzulernen. Die Zeit war wie immer zu kurz, doch am Ende waren wir dann doch froh, wieder zu Hause zu sein.