Franz-Jürgens-Berufskolleg

Dialog zwischen der IF22 und der TMV11  - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Dialog zwischen der IF22 und der TMV11

Am Dienstag, den 26. November 2019, trafen sich zwei Klassen, die Internationale Förderklasse IF 22 und die Techniker Klasse Maschinenbau aus der Fachschule TMV 11, die sich nicht kannten, zu einem besonderen Anlass. Hierbei handelt es sich um das Projekt „Demokratie für mich“, welches seit diesem Schuljahr am Franz-Jürgens-Berufskolleg läuft.

Hintergrund des Treffens war ein Austausch über Formen des Zusammenlebens in unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Dafür hatten beide Klassen im Vorfeld Grundrisse von typischen Wohnungen und Häusern aus ihren Herkunftsländern gezeichnet. Die Schülerinnen und Schüler der IF22 zeichneten klassische Wohnsituationen für Länder wie Brasilien, Irak, Afghanistan, Mazedonien, Syrien oder Ghana. Die TMV 11 hingegen entwarf Grundrisse von typisch deutschen Wohnungen und Häusern.

Nachdem die TMV 11 im Klassenraum der IF 22 von den Schülerinnen und Schülern sehr herzlich empfangen und begrüßt wurde, folgte das sogenannte Aufstehspiel. Dabei stand immer eine Person auf und formulierte in einem Satz, was sie oder er besonders gern mag oder eben gar nicht mag. Alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auf die diese Aussage ebenfalls zutraf, standen auch auf und so wurde deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten es innerhalb der Gruppe, trotz der unterschiedlichen Herkunftsländer und Geschichten, gibt. Auf diese Weise konnten sich die Schülerinnen und Schüler auch ohne viele Worte kennenlernen. Als es beispielsweise darum ging, Instrumente zu spielen, wurde von einigen Technikern die existierende Musik AG vorgestellt und Interessierte eingeladen. Da beiden Klassen auf derselben Etage unterrichtet werden, wurde außerdem ein nächstes Treffen zu Kaffee und Austausch verabredet.

Im Anschluss daran gab ausreichend Zeit, um die verschiedenen, ausgestellten Grundrisse zu bewundern, wobei bereits erste spannenden Gespräche sowie zahlreiche Fragen aufkeimten.

Diese wurden bei einer abschließenden Diskussionsrunde nochmals aufgegriffen. In beiden Klassen gab es zahlreiche Fragen. Zum Beispiel wollten die Schülerinnen und Schüler der IF22 wissen, warum in Deutschland so viele junge Menschen bereits mit 18 Jahren von zu Hause ausziehen. Die TMV 11 war überrascht von den Lebensumständen, beispielsweise in Afghanistan, wo der Mittelpunkt des Wohnens der Bereich war, in dem mit Holz und Kohle geheizt wird, keine Heizung, kein fließend Wasser existiert. Angeregt diskutiert wurden ebenso die verschiedenen Lebensmodelle, die von alleine wohnen bis zur gesamten Familie, inklusive Onkel und Tanten in einem Haus lebend umfassten. Bemerkenswert war das gegenseitige Interesse und der sehr freundliche und respektvolle Umgang miteinander.

Die Begegnung der beiden Klassen hat gezeigt, wieviel wir voneinander lernen können, wenn wir zusammenkommen und reden, wie bereichernd der Austausch mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen ist und, dass wir oftmals gar nicht so verschieden sind wie wir denken.

Rückblickend war diese Begegnung auch für das LehrerInteam – wie immer nach den nicht mehr wegzudenkenden Projekten mit Frau Kaina – sehr bereichernd. Vielen Dank!

Vielen Dank an die TMV und Frau Löppenberg für Ihre und eure Unterstützung des Projektes.